Webanalytics

Blog Analytics mit WassUp

Google Analytics ist eine gute Sache, die für den Normalblog wohl ausreichend ist.
Über Google Analyticator und viele andere Plugins, lässt sich Analytics bei WordPress auch leicht einfügen.

Analytics hat aber auch ein paar Schwächen – die zeitliche Abweichung der Daten zum Beispiel.

Als ich letztens ein bisschen Analysetools für WordPress getestet habe, bin ich dabei aber auf eine interessante Möglichkeit gestoßen, dieses Problem zu umgehen:
WassUp

WassUp ist ein “Echtzeit”-Analysetool für WordPress, welches man einfach als Plugin installiert.
Fertig.

Was mir an WassUp sehr gut gefällt – und warum ich es bei meinen Test-Seiten parallel zu Analytics und Piwik laufen lasse – ist die Übersichtlichkeit.
Man kann sich den Besucherverlauf wirklich zeitgleich ansehen und somit auch direkt feststellen, wann die meisten Besucher kommen:

Besucherverlauf in WassUp

Besucherverlauf auf 6 Stunden dargestellt

Welche Besucher, woher und wie sie gekommen sind stellt WassUp auch sehr genau da – und auch, was Bots gecrawlt haben:

Botzugriffe von WassUp erfasst

Die Kirsche auf dem Sahnegupf ist aber die “Live-Spy” Funktion, die aktuelle Besucher identifiziert und zuordnet:

Wer ist gerade online?

Hier noch ein Auszug aus der Plugin-Site:

WassUp shows a lot of data from who is visiting your blog like:

ip / hostname
referer
spider
search engines used
keywords
SERP (search engine result page)
operating system / language / browser
pages viewed (chronologically and per user session)
complete user agent
name of user logged in
name of comment’s author
top ten charts with aggregate data (top queries, requests, os, browsers)

The admin console is very nice and you can customize it by:

records by date range
records per page
records per entry type (spider, users logged in, comment’s authors, search engine, referer)
expand/collapse informations (with ajax support)

There are 4 views:

Spy view like Digg Spy
Current Online view
Details view
Options to customize WassUp

Fazit: WassUp zu testen lohnt sich auf jeden Fall. Interessant finde ich, dass man sehr viel konfigurieren kann, wie die Daten aufbereitet werden und auch, wie WassUp sie darstellt. Der Tagesverlauf ist schön übersichtlich und somit lassen sich Besucherverläufe auch direkt Aktivitäten (Artikeln, Updates, Tweets …) zuordnen. Schön einfach (und auch ausreichend) ist die Aufbereitung, welche Beiträge oder Kategorien sich Besucher ansehen.
Als zusätzliches Sahnehäubchen identifiziert WassUp auch Spam und wertet aus, wie viel Prozent insgesamt Spambesuche oder direkte Absprünge ausmachen.

Natürlich ist die Oberfläche im Vergleich zu Pro-Lösungen eher spartanisch und einfach. Man muss aber auch bedenken, dass WassUp völlig kostenlos ist. Geht es um wirklich umfangreiche und sehr gut besuchte Blogs, die ihr täglich Zubrot mit Beiträgen verdienen, wird man mit WassUp schnell ans Limit stoßen. Da hat man aber ohnehin andere Anforderungen.

Für Blogs, die nicht mehr als 1000 Besucher pro Tag haben, ist es aber auf jeden Fall einen zweiten Blick wert und es lohnt sich, dieses Plugin mal zu testen.
Am Ende hängt der Nutzen von Analysetools ja sowieso am Zweck des Blogs und den Usability-Vorlieben des Nutzers.
Nicht jeder braucht das, nicht jedem gefällt das.