Neuromarketing

Warum Fehler für das Gehirn wichtig sind …

Als Kind war man immer verärgert: Man konnte bei Schularbeiten noch so kreativ sein, wenn das Ergebnis falsch war, wurde das nicht honoriert.

Dabei weiß man heute: Nur wer Fehler macht ist produktiv!

Warum?

Das menschliche Gehirn hat einen eigenen Bereich, der für Fehler zuständig ist – bzw der bei Fehlern anspringt. Eine Art Super-Alarmanlage. Das Phänomen dazu nennt man “ERN” (=Error Related Negativity).
Das ist eine Art Spannungswelle, die man feststellt, wenn einem Probanden ein Fehler bewusst wird. Dieser Fehlerdetektor hat auch einen Speicher und hilft, intuitiv künftig den selben Fehler zu vermeiden – ohne groß darüber nachdenken zu müssen.

Es gibt also einen deutlichen Unterschied ob man lernt, gewisse Fehler NICHT zu begehen, oder ob man sie macht und daraus lernt.

Hätten das nur unsere Lehrer damals schon gewusst … naja.
Vorbei ist vorbei.

Aber man muss sich schon die Frage stellen: Wieso basiert unser menschlicher Werdegang immer noch darauf, fehlerlos zu sein, wo doch Fehler in manchen Bereichen durchaus VIEL nützlicher sein können?
Gerade in der Frühförderung und in der Grundschule sind diese Tatsachen wichtig – das kindliche Gehirn ist für diese ERN Interaktionen nochmal aufnahmefähiger.

Das kreative Potenzial des Fehlers – eine nicht zu unterschätzende Tatsache!

Mehr zu diesem Thema findet man in einem Spiegel-Bericht von 2007, der sehr einfach und informativ gehalten ist!

Wie und ob diese Tatsache auch Neuromarketing beeinflusst, ist noch nicht seriös erforscht. Man kann aber davon ausgehen, dass gezielte Werbung mit Fehlern zumindest auf emotionaler Ebene ihre Wirkung findet.