viinyl / Produktwertigkeit im Internet
Mit dem Rückgang der CD- und (teilweise auch) Vinylverkäufe ist augenscheinlich eine wichtige Eigenschaft von Musik bedroht:
Die Wertigkeit. Die Haptik. Oder, wenn man es so nennen will: Das Gefühl.
Mp3s, Mp4s und wie sie alle heißen sind eben nur Dateien in Ordnern irgendwo am Rechner.
Flashvideos sind eben nur untergehende Inhalte irgendwo auf großen Portalen.
Mit einer netten Idee möchte viinyl.com dieser Tatsache entgegen wirken.
1 Song. 1 Website. 1 URL.
Die Idee dahinter ist einfach – und in anderen Bereichen des Onlinemarketings schon gute Praxis:
Jeder Song (also jedes Produkt) bekommt seine eigene Website, auf der er ansprechend präsentiert wird.
Diese Präsentation ist dann über eine einheitliche, genormte Adresse erreichbar.
Wer sich darunter noch nichts vorstellen kann:
STROMAE – Alors on danse
BARTON FINK BAND – Nothingh
Das System ist wie ein Hybrid aus individueller Visitenkarte, Website und Social Media Profil.
Wie geht das?
Ein Online-Konfigurator ermöglicht es in wenigen Schritten einfach und effektiv eine schöne und funktionelle Seite zu erstellen, die dann unter
“songname.viinyl.com” erreichbar ist. Immer.
Derzeit befindet sich das Portal noch im Beta-Modus, es werden aber täglich neue Einladungen verschickt.
Fazit
Eine Diskussion darüber, ob viinyl.com physikalische Tonträger ersetzen kann, ist natürlich völlig überflüssig.
Die Antwort wird immer “NEIN!” lauten.
Das ist wohl aber auch nicht der Sinn dahinter.
(Man vergleicht ja auch nicht Leitungswasser mit Klarlack, obwohl beides flüssig ist …)
Vielmehr könnte der Onlinedienst dafür sorgen, dass Tracks einfach wieder etwas ansprechender präsentiert werden können.
Und das ist ja auch schon was – gerade dann, wenn andere Präsentationsplattformen schwächeln und User verlieren.
Vielleicht rührt der Userschwund ja auch daher, weil sie nicht so einheitlich und wertig darstellen, wie es hier getan wird …



